Biathlon: Deutsches Team ohne WM Gold in Antholz

WM Gold – Fehlanzeige!

Das deutsche Biathlon Team gewinnt bei den Weltmeisterschaften in Antholz keinen WM-Titel. Bei den Biathlonweltmeisterschaften in Hochfilzen 2017 konnte das Team noch über 7 Goldmedaillen jubeln. Auch bei den letzten Olympischen Spielen zählte das deutsche Team zu den besten Gold-Jägern.

Hinterlässt Laura Dahlmeier eine so große Lücke?

Laura Dahlmeier war die Gold-Lieferantin in den vergangenen Jahren bei Großereignissen. Denise Herrmann kann diese Lücke derzeit nicht füllen. Während Laura Dahlmeier am Schießstand eine Bank war, bleibt bei Denise Herrmann das Schießen ein Auf und Ab. Die anderen Athletinnen stehen nun viel mehr im Fokus. Leistungen werden sofort kritisch begutachtet und kommentiert. Sich hinter überragenden Leistungen, eines Ausnahmeathleten oder einer Ausnahmeathletin aus dem Team ab und an etwas zu verstecken, das war einmal.

Die Frage bleibt, ob das alles nur immer schlecht ist.

Alle versuchen ihr Bestes zu geben. Trainer, Betreuerstab und Athleten. War es nicht auch früher so, dass man glaubte, es geht nach einem prominenten Abgang nicht mehr weiter? Was war nach Fritz Fischer, Ricco Groß, Sven Fischer, Fank Luck, Uschi Disl, Andrea Henkel, Kati Wilhelm oder Magdalena Neuner.

Zyklen, in denen ein Umbruch ansteht oder bevorsteht, wird es auch künftig immer geben. Und da sollte man auch nichts beschönigen. Fakt ist, dass derzeit andere Nationen ganz einfach besser sind. Bereits während und jetzt auch nach der WM, äußern sich einige Experten zu der Situation im deutschen Team. Der Tenor lautet meist. Es liegt am Schießen. Ein gewisser Prozess scheint angestoßen zu sein.

Jetzt können die richtigen Weichen gestellt werden. Im Fokus steht der Weltcup. Nur, den Weltcup gibt es nur deshalb, weil in den Sparten darunter, der Nachwuchs ausgebildet wird, um irgendwann einmal ein Niveau zu erreichen, den nächsten Schritt zu machen. Das betrifft alle Nationen, nicht nur Deutschland. Wenn die Gesellschaft und damit sind wir alle gemeint, es nicht schafft, die Jugend vom Sport, der Bewegung und der Faszination zu begeistern, dann könnte es eng werden mit dem Jubel der Massen an der Huber Alm in Antholz, am Birxsteig in Oberhof oder am Schießstandberg in Ruhpolding.

Die Jungs und Mädels, da oben! im Weltcup, müssen Vorbild und Ansporn sein für die Jugend. Der Verband, die Trainer, Betreuer und Funktionäre sind diejenigen, die dazu beitragen können, dass es für junge Menschen erstrebenswert ist, diesen steinigen Weg zu beschreiten. Deshalb sollte es unbedingt attraktiv sein Leistungssportler zu werden und dabei spielt nicht immer nur Geld die Hauptrolle.

Der Ruf nach neuen Trainern

Wie lange hat es gedauert, bis Martin Fourcade so ein Überflieger war. Auch die Norweger waren nicht immer mit Zielwasser gesegnet und mit neuen Trainern wird die perfekte Trefferquote nicht gleich vom Himmel fallen.

Nimmt man sich Franziska Preuß als Beispiel, ist zu erkennen, dass sie immer häufiger versucht, ihre Schießzeiten zu verringern. Das gelingt mal mit beeindruckender Sicherheit und bester Trefferquote, mal eben aber auch nicht. Es gibt letztlich viele Ansatzpunkte. Im Alpinbereich gehen die Athleten immer mehr zum individuellen Trainer oder sogar zum „Team im Team“ über. (siehe Marcel Hirscher und andere). Eines ist klar, den weißen Hasen aus dem Zylinder zu zaubern, wird nicht reichen.

Zeit, die niemand hat

Wir jubeln doch alle gerne unseren „Helden“ aus dem Sport zu. Wenn sie gewinnen, waren WIR es. Wenn sie verlieren, leiden WIR mit. Und so soll es ja auch sein. Warum eigentlich WIR! Weil wir Fans, den Biathlonsport lieben und auch in jener Zeit bei den Athleten sind, wenn es mal nicht so überragend läuft. Und wenn es dann wieder etwas zu Bejubeln gilt, dann sind WIR auch wieder Sieger. Also, haben wir ein wenig Geduld und unterstützen weiter den Sport. Schließlich ist es ja nicht verboten, sich an so überragenden Leistungen, wie von einer Marte Olsbu Roeisland mitzufreuen.

In eigener Sache / Social Media

In den letzten beiden Wochen haben wir besonders im Bereich Social Media auf unserer Plattform einen Umgang bemerkt, den wir nicht in Ordnung finden. Wir freuen uns über alle, die an einer Diskussion teilnehmen. Selbstverständlich darf es da auch mal hart zur Sache gehen. Deshalb appellieren wir an euch alle, besonders an die, die sich angesprochen fühlen – bleibt fair und sauber im Umgang miteinander. Das wäre uns ein Anliegen.

 

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