Rennabbruch in Östersund

Verfolger der Damen „Vom Winde verweht“ – Herren Verfolger abgesagt

Rennabbruch in ÖstersundStellvertretender Wettkampfleiter Borut Nunar (SLO) hat nach der Jury-Entscheidung das Verfolgungsrennen der Damen in Östersund nach einhelliger Meinung viel zu spät, nämlich erst im Verlauf des dritten Schießens, einem Stehendanschlag, abgebrochen.

Die Jury war der Meinung, dass die Verhältnisse im Vergleich zum Mittwoch, an dem bereits das Einzel der Frauen abgesagt wurde, besser seien. Und zu Beginn und auch während des Anschießens schien es auch so. Die Strecke selbst war nicht im besten Zustand: weich, stumpf mehlig: kurz gesagt: sehr schwierig. Man konnte immer wieder mal einen „Strauchler“ der Athletinnen in der Loipe beobachten.

Bei den beiden Liegendanschlägen konnten die Damen wegen der relativ geringen Windangriffsfläche noch verhältnismäßig viele Schüsse ins Ziel bringen. Es gab durchaus Null-Fehler-Schützinnen, zu denen auch Franziska Preuß und Evi Sachenbacher-Stehle gehörten. Die Strafrunde hätte man zu diesem Zeitpunkt auch wegen Überfüllung schließen können. Im Verlauf der dritten Runde wurde der wenige Schnee dann so über die Strecke geweht, dass man mitunter das Gefühl hatte, Nebelmaschinen seien eingeschaltet .

Gut, dass sich die Jury spät doch noch für den Abbruch des Rennens entschieden hat und gut, dass bis dahin nichts Gröberes passiert ist. Während sich die Damen auf der Matte fürs Schießen bereit machten, wehten die Böen ihre Rennbrillen, ja sogar die Skistöcke weg. Es war zu befürchten, dass die Sportlerinnen selbst weggeweht werden oder sogar der Lauf des Gewehres nicht mehr auf die Scheiben gerichtet war. Alles in allem: Der Abbruch hätte viel früher erfolgen sollen und nur gut, dass bis dahin nichts Schlimmeres passiert ist.

Die Verfolgung der Herren in Östersund ist zwischenzeitlich abgesagt! Der Weltcupzirkus zieht weiter nach Hochfilzen! Gute Reise!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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