Protest nach der Herren-Verfolgung

Russischer Verband fordert zweite Goldmedaille für Tchoudov

Chaos nach der HerrenverfolgungDie Diskussion um die WM-Verfolgung der Herren scheint noch lange nicht abgeschlossen. Sprach der russische Sportminister in der letzten Woche bereits davon, Klage beim Internationalen Sportgerichtshof einzulegen, so wählte der Russische Biathlon-Verband (RBU) nun eine andere Strategie und verfasste am gestrigen Freitag einen offiziellen Brief an den Biathlon-Weltverband IBU. "Ole Einar Bjoerndalen (Norwegen) siegte in dem Rennen, gefolgt von Maxim Tchoudov (Russland) und Alexander Os (Norwegen). Allerdings zeigt die Aufzeichnung der Rennen, dass viele Athleten, unter ihnen auch Ole Einar Bjoerndalen, aufgrund der unzureichenden Kennzeichnung der Strecke falsch gelaufen sind", so die offizielle Schilderung der RBU.

Eine Lösung "im Sinne des Sports und der Gerechtigkeit" wird im Folgenden angeboten:

"Die RBU ist der Auffassung, dass die Durchführung und Organisation des Männer-Rennens bis jetzt noch nicht korrekt und fair von der IBU überprüft worden sei. [..] Die sportlichen Grundsätze wurden in Frage gestellt, da die Bedingungen nicht für alle Athleten gleich waren. Die RBU besteht darauf, dass die IBU Maßnahmen ergreift, um die von IBU-Offiziellen gefällte Entscheidung zu korrigieren. Die RBU hat sorgfältig alle Komponenten dieser Situation geprüft, einschließlich der rechtlichen Aspekte. Zu diesem Zeitpunkt, um die Rechte der RBU und die von Maxim Tchoudov zu schützen und im Geiste der Gerechtigkeit und der sportlichen Gleichheit zu handeln, fordert die RBU keine Änderung der Ergebnisse, sondern bittet die IBU, den russischen Athleten mit einer zweiten Goldmedaille auszuzeichnen. Diese Entscheidung ist nach Auffassung der RBU logisch, vernünftig und gerecht. Die RBU hofft und vertraut darauf, dass die IBU den Antrag annimmt und er eine positve Resonanz im gesamten internationalen Biathlon-Verbund findet."

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