im Ziel: Christoph Stephan

Biathlon-WC Oberhof: Statements nach dem Herren-Sprint

im Ziel: Christoph StephanChristoph Stephan
Meine gebrochene Nase habe ich im Ziel erstmal in den Schnee gehalten, um sie zu kühlen. Für heute hatte ich eigentlich schon verzichtet, mich auf den morgigen Massenstart vorbereitet und heute früh schon ein Training absolviert, so dass ich jetzt schwere Beine hatte. Morgen wird es hoffentlich besser gehen. Man sieht schon, dass unsere Oberhofer Trainingsgruppe unter Mark Kirchner und Co-Trainer Jörn Wollschläger jetzt immer besser wird.

Michael Rösch
Totgesagte leben länger! Heute hat man mal gesehen, was möglich ist. Für so was trainiert man sein ganzes Leben lang, um mal hier vor all den Leuten zu laufen. Ich bin 25 Jahre alt und habe heute am Birksteig geheult, da haben mich die Gefühle überwältigt. Ich weiß, geil soll ich nicht sagen, aber vorm schießen hab ich einen Zuschauer noch rausgehört, der schrie "Halt die Fresse, der Ebs schießt!", das gab mir nochmal eine richtige Initialzündung und ich hab fehlerfrei geschossen. Einfach geil!

Andreas Birnbacher
Ich habe mir gesagt, ab jetzt geht die Saison neu für mich los. Ich war ja nie richtig krank, mal ging es, mal nicht. Da habe ich mich mal richtig untersuchen lassen und der Magenvirus wurde festgestellt. Ich habe 10 Tage richtig starke Medikamente bekommen, aber auch die nächsten Wochen muss ich noch leichtere Medikamente nehmen. Die Beine waren sehr schwer, für die Umstände bin ich aber ganz gut klargekommen.

Arnd Peiffer
Es hat heute alles zusammengepasst, auch wenn der eine Fehler war. Ich habe einen Superski gehabt. Ich freue mich besonders für Christoph, da ich ihm ja beim Fußball die Nase gebrochen habe!

Maxim Tchoudov
Wahrscheinlich war es meine Wut, dass ich heute gewinnen konnte. Ich wurde gestern abend, als ich gerade ins Bett gegangen war, zur Dopingkontrolle geholt und kam so erst 2Uhr wieder zurück ins Quartier. Es ist mir klar, dass alle kontrolliert werden müssen, aber an einem Wettkampfwochenende auf Schlaf verzichten zu müssen, ist einfach besonders hart. Deshalb bin ich nun natürlich besonders glücklich über den Sieg.

Tomasz Sikora
Oberhof liegt mir irgendwie. Ich habe in den letzten hier meine besten Ergebnisse erzielt. Ich denke, es liegt auch an den Zuschauern, die lassen Dir keine Ruhe, dauernd wird man angeschrien und vorwärtsgepeitscht, da muß man ja einfach schnell fahren! Ich bin auch sehr froh über das Ergebnis heute, denn im Gegensatz zu anderen Mannschaften hatten wir in Polen nach Weihnachten noch unsere nationalen Meisterschaften und damit zwei Wettbewerbe mehr.

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