Russlands Damenstaffel

Biathlon-WM Korea: Silber für Deutschland hinter den Russen

Russlands DamenstaffelAus der hinteren Startreihe fuhr die russische Damen-Staffel in neuer Besetzung Svetlana Sleptsova, Anna Boulygina, Olga Medvedtseva und Olga Zaitseva zu erstem WM-Gold in Korea. Nach drei Strafrunden hatte die deutsche Damen-Staffel keine Chance mehr auf Gold. Kati Wilhelm stand ewig beim letzten Schiessen und kämpfte um jeden Schuß, doch "Der Wind beim Stehendschießen war brutal, es war nach dem Weggang von Olga Zaitseva besonders wichtig, Silber gegen Frankreich abzusichern. Die Russen haben verdient Gold geholt, sie waren die eindeutig Besseren.", so Wilhelms Resümee im Ziel. Die Franzosen konnten sich über die Bronze-Medaille freuen, sie ließen den Weißrussen und den Schwedinnen keine Chance, obwohl auch Sandrine Bailly zuletzt 150m extra laufen musste: "Es ist eine schöne Medaille, ich bin sehr stolz auf die ganze Mannschaft. Es ist auch motivierend für mich, dass die Jüngeren in der Mannschaft so gut sind."


Domino beim Staffelstart: zwei Schritte und Olena Pidrushna stürzt in der ersten Startreihe, dahinter verfitzen sich weitere
Sportlerinnen, doch für Italien mit Michela Ponza bedeutet dies das Aus für den Wettbewerb. Humpelnd und traurig muss sie den Rückweg ins Stadion antreten.

Deutschlands Quartett Marie Laure Brunet übernahm früh für Frankreich die Führung und übergab an ihre Kollegin Sylvie Becaert. Dahinter wechselte Martina Beck auf  Magalena Neuner gemeinsam mit der russischen Staffel. Svetlana Sleptsova hatte eine gute erste Runde absolviert, obwohl auch sie am Sturz zu Beginn beteiligt war. Der Stehendanschlag der zweiten Läuferinnen wird zur Windlotterie. Darya Domracheva kann die weißrussische Staffel in Führung bringen, da die drei Führenden mit Fehlern zu kämpfen hatten, während sie selbst tadellos schoss. Magdalena musste gar zwei Strafrunden absolvieren und übergab auf Rang drei an Andrea Henkel, die von den Fehlern ihrer Konkurrentinnen beim Stehendschießen profitierte und an erster Stelle auf Kati Wilhelm übergab. Dahinter lagen die Weißrussen und Frankreich auf den folgenden Plätzen, doch auch Schweden und Russland hatten noch alle Chancen auf Medaillen. Die anderen Teams hatten zu diesem Zeitpunkt schon über zwei Minuten Rückstand auf die fünf ganz vorn.

Spannend war es bis zum allerletzten Schießen, da Kati Wilhelm gegen Olga Zaitseva, Sandrine Bailly und Nadezhda Skardino antrat. Doch die Russin ließ keinen Zweifel an ihrer Stärke und hatte mit nur einem Nachlader souverän gegen den starken Wind gegengehalten und lief mit einer Minute Vorsprung zu Gold. Obwohl Kati Wilhelm das Stadion nach einer Strafrunde gemeinsam mit Bailly und Skardino verließ, sicherte sie auf der Schlussrunde Silber für Deutschland ab, während die Französinnen Bronze holten. 

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Pyeongchang

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