Miriam Goessner

Miriam Gössner für Langlauf-Sprint nominiert

Miriam GössnerWenige Tage vor Beginn der Nordischen Ski Weltmeisterschaften 2009 hat der Deutsche Skiverband die Nachwuchsathletin Miriam Gössner (SC Garmisch) für die Titelkämpfe im tschechischen Liberec nachnominiert. Die 18-jährige Biathlon-Juniorenweltmeisterin soll im Langlaufsprint zum Einsatz kommen.

Nach einem „Testlauf“ beim Continentalcup in Zwiesel hatten sich Langlauf-Bundestrainer Jochen Behle und sein Biathlon-Kollege Uwe Müssigang darauf verständigt, die laufstarke Biathlonjuniorin für die Titelkämpfe der Langläuferinnen nachzunominieren. Behle, der eigens vom Weltcup in Valdidentro nach Zwiesel gereist war, um sich persönlich einen Eindruck zu verschaffen, zeigte sich von der jungen Biathletin beeindruckt: „Miriam hat nicht nur ein unglaubliches läuferisches Potential, sondern ist auch in ihrer ganzen Persönlichkeit sehr gefestigt. Keine Frage, sie bringt alles mit, was wir uns als Trainer – egal ob im Langlauf oder im Biathlon – von einer Athletin wünschen.“

Die Idee zur Nachnominierung von Miriam Gössner kam von DSV-Generalsekretär und Sportdirektor Thomas Pfüller: „Mit Blick auf die Olympischen Winterspiele in einem Jahr haben wir ganz einfach feststellen müssen, dass wir hinter der derzeitigen Weltcupmannschaft im Langlauf nur wenige Nachwuchsathletinnen haben, die kurzfristig in der Lage sind, die Tür zur Weltspitze aufzustoßen. Miriam ist ein absolutes Ausnahmetalent, das wir weiterhin behutsam aufbauen werden. Sie hat aber insbesondere bei der Junioren-WM in Canmore gezeigt, dass sie derzeit in einer überragenden läuferischen Verfassung ist. Von daher bietet es sich an, sie mit nach Liberec zu nehmen. Wir werden allerdings ganz sicher keine Wunderdinge von ihr verlangen.“

Selbst bei einem guten WM-Ergebnis schließt Pfüller einen Wechsel der laufstarken Biathletin ins Langlauflager kategorisch aus. „Wir haben uns mit den Trainern von Miriam verständigt, dass wir auf gar keinen Fall in die sportliche Entwicklung eingreifen werden“, so Pfüller, „es wird definitiv kein Tauziehen zwischen den beiden Disziplinen geben.“

Auch Biathlon-Bundestrainer Uwe Müssiggang beurteilt die Nominierung der jungen Nachwuchshoffnung durchweg positiv: „Für die Biathlon-Junioren war die JWM der absolute Saisonhöhepunkt. Der Zeitpunkt ist also ideal, um auch einmal Disziplin übergreifend neue Erfahrungen zu sammeln, ohne dass irgendwelche Nachteile für die Athletin zu befürchten wären. Für uns im Biathlonbereich wird es natürlich auch sehr interessant sein zu sehen, wie sich eine unserer laufstärksten Sportlerinnen im Vergleich mit den Spezialistinnen schlägt. Das könnte uns für die zukünftige Trainingsarbeit wichtige Aufschlüsse geben.“

Zuletzt hatte Miriam Gössner bei den Junioren-Weltmeisterschaften, Anfang Februar in Canmore/Kanada, für Furore gesorgt. Nach Platz elf im Einzel gewann sie Silber im Sprint und Gold in der Verfolgung. Außerdem holte sie zusammen mit ihren Staffelkolleginnen Bronze. Den Grundstein für ihre Erfolge legte die Trainingskollegin von Magdalena Neuner und Martina Beck dabei stets in der Loipe.

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