Simon Eder und Björn Ferry

Biathlon-WC Antholz: Björn Ferry siegt, Greis stürzt

Simon Eder und Björn FerryBjörn Ferry scheint der Verfolger von Antholz zu liegen, denn wie im vergangenen Jahr so gewann er auch heute erneut das Jagdrennen. Dahinter wieder eine österreichische Überraschung: Simon Eder, der Sohn des Trainers und ehemaligen Biathleten Alfred Eder, kam nach 20 Treffern als Zweiter überglücklich ins Ziel. Damit hatte er das beste Weltcup-Resultat seiner Karriere erkämpft. Dritter wurde Emil Hegle Svendsen, der möglicherweise von dem Sturz von Michael Greis profitierte, als dieser im Tiefschnee mit dem Ski steckenblieb. "Ich hatte Tempo machen wollen und wollte unbedingt Sikora auf Abstand halten, doch als ich da im Schnee lag, sah ich den Polen schon kommen und ich dachte nur: Mist. Dass dann auch noch mein Stock gebrochen war, brachte mich vollständig aus dem Rhythmus, doch ich muss nach vorn sehen, denn mit meiner heutigen Laufleistung kann ich trotz des Missgeschicks zufrieden sein", so Greis im Ziel.


Erstes Liegendschießen:

Björn Ferry übernimmt nach fehlerfreiem Schießen die Führung vor Bergman, Hanevold und Michael Greis. Emil Hegle Svendsen musste eine Strafrunde drehen und fiel vorerst auf den fünften Rang zurück. Michael Rösch und Arnd Peiffer konnten nach fehlerfreiem Schießen einen Sprung nach vorn machen, während sich der Ruhlaer Christoph Stephan drei Extra-Runden leistete und zunächst nach hinten durchgereicht wurde.

Zweites Liegendschießen:
Zu fünft kamen sie an den Schießstand und Ferry begann schnell und genau, ebenso wie Svendsen, wohingegen Bergman, Greis und Hanevold jeweils zwei Fehler schossen und zurückfielen. Tomasz Sikora lief beinah allein die nächste Schleife als Dritter, während dahinter eine große Verfolgergruppe mit Michael Greis, aber auch mit den beiden Österreichern Sumann und Eder auf dem Weg zum ersten Stehendschießen waren.

Erstes Stehendschießen:
Je eine Runde für beide Führenden Ferry und Svendsen, doch auch Sikora musste 150m zusätzlich laufen. Linksschütze Simon Eder hingegen konnte nach 15 Treffern schon als Dritter die Verfolgung aufnehmen, nachdem er im Sprint den 19. Rang belegt hatte. Auch Michael Rösch hatte sich nach nur einem Fehler liegend um 16 Plätze nach vorn katapulieren können.

Zweites Stehendschießen:
Schon wieder hieß es Svendsen gegen Ferry, was würden sie daraus machen? Ferry behielt die Nerven und setzte sich an die Spitze vor dem Saalfeldener Simon Eder, während der Norweger eine Strafrunde zu absolvieren hatte. Die Plätze Eins und Zwei schienen vergeben, doch um den dritten Rang entwickelte sich ein Kampf zwischen Michael Greis und Emil Hegle Svendsen. Doch Pech für den Nesselwanger, als er in voller Fahrt stürzte und allen Schwung verlor. So übernahm Emil Hegle Svendsen wieder die Führung und sogar Sikora und der Ukrainer Sednev konnten sich noch vor Michael Greis platzieren.

Fazit der deutschen Starter und Ausblick Massenstart:
Michael Rösch aus Zinnwald konnte sich um 18 Plätze nach vorn verbessern. Lediglich 2 Fehler hatte er geschossen und kam so reichlich eine Minute nach dem Ersten ins Ziel. Alexander Wolf hatte nach nur einem Fehler im ersten Stehendschießen ebenfalls einen gewaltigen Satz nach vorn machen können: im gestrigen Sprint noch 45. kam er heute als 21. ins Ziel.

Christoph Stephan (26.) und Arnd Peiffer (32.) wurden nach sechs bzw. drei Fehlern nach hinten durchgereicht, kamen aber dennoch in die Punktränge.

Beim morgigen Massenstart werden nur vier Herren am Start sein, da Andi Birnbacher mit Halsschmerzen bereits aus Antholz abgereist ist. So liegen die Hoffnungen der deutschen Fans morgen einmal mehr auf Michael Greis, aber auch auf Michael Rösch und den beiden Thüringern Alexander Wolf und Christoph Stephan.

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