US Staffel

Biathlon-WC Ruhpolding – USA feiern bestes Staffelergebnis seit 20 Jahren

US Staffel Es war das beste Resultat seit 20 Jahren, dass die Biathlon-Staffel der USA gestern in Ruhpolding erreichte. Dass die Freude darüber riesig war, versteht sich von selbst. Sie waren nicht sprachlos im wortwörtlichen Sinne, doch wie sie mit solch einem Erfolg umgehen sollten, wussten die vier Amerikaner nicht so recht. Lowell Bailey, Jay Hakkinen, Tim Burke und Jeremy Teela hatten das unmögliche wahr gemacht und wurden – wie Co-Trainer Patrick Coffey voraussagte – Fünfte. Chefcoach Per Nilsson wusste bereits im Vorfeld, dass es ein guter Tag werden würde, doch auf einen Tipp festlegen konnte und wollte er sich nicht. „Ich wollte es nicht verhexen", sagte der Schwede im Nachhinein.


„Es war ein super Wettkampf. Wir haben das wirklich zusammen erreicht, jeder hat sein Bestes gegeben und seinen Job perfekt erledigt und daher ist dieses Ergebnis einfach super", so Jay Hakkinen im Ziel. „Wir haben alle unsere Stärken mal richtig ausspielen können und das ist recht selten, dass das bei allen vieren einer Staffel klappt." Auch Tim Burke sah die Mannschaftsstärke als Schlüssel zum Erfolg: „Es war wirklich eine Teamleistung, jeder wusste genau, was er zu machen hatte und was von ihm erwartet wurde. Das fühlt sich besser an, als jeder Einzelsieg, den man erringen kann!"

Lowell Bailey hatte den Grundstein als Startläufer gelegt und war mehr als zufrieden mit seiner Leistung – auch wenn er dann mit „Puls 280 auf der Strecke" zusah, was die übrigen drei im Rennverlauf machten. „Während meines Laufes war ich wirklich fokussiert und kein bisschen nervös, aber danach…das war furchtbar. Mein Herz stand einfach nicht mehr still."

Als Schlussläufer Jeremy Teela auf der Strecke war, gab es vor dem rasenden Puls auch kein Entringen mehr. Alle Betreuer waren auf der Strecke, es wurde angeschrien und -gefeuert, was das Zeug hielt. Als die letzte Schießprüfung Geschichte war, gab es kein Halten mehr. Ungewöhnlich war das vor allem für Teela: „Normalerweise laufe ich als Schlussläufer nicht soweit vorn mit, das war unglaublich. Die Deutschen sind sicherlich an so etwas gewöhnt, aber für mich war das wirklich neu. Ich habe versucht, den Russen auf Abstand zu halten und gleichzeitig den Italiener noch zu schnappen, aber der war einfach zu stark auf der letzten Runde. Aber wie könnte ich nicht glücklich sein mit solch einem Resultat?"

Ja, wie könnte er nicht? So war es auch kein Wunder, dass sich das Team nach dem Rennen gleich zu einer kleinen Feier in der Wachskabine versammelte: Zehn bis 15 Leute, eine kleine Wachskabine und riesen Freude: Da fühlte man eindeutig den amerikanischen „Team-Spirit". Und die geflügelte Phrase des Abends brachte einmal mehr Michael Rösch. Die Faust in die Luft reckend und mitjubelnd schrie er das U.S.-Team an: „Yes we can! Yes we can!" Die schüttelten zwar nur lächelnd den Kopf, aber recht hatte er ja: Sie konnten!

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Ruhpolding

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