Alexander Wolf

Biathlon-WC Oberhof: Statements von Michael Rösch und Alexander Wolf

Alexander WolfAuch Alexander Wolf und Michael Rösch standen während des Biathlon-Weltcups von Oberhof den Journalisten Rede und Antwort.

Alexander Wolf:
zum derzeitigen Leistungsstand:
Ich weiß derzeit gar nicht so recht, wo ich stehe, denn durch den langsamen Trainingsaufbau habe ich noch kein richtiges Gefühl für meinen aktuellen Leistungsstand. Allerdings war es für mich absolut in Ordnung, nicht in der Staffel gelaufen zu sein, denn diese Erfahrung habe ich schon einmal gemacht, als ich in der Olympiasaison krank wurde, zu früh wieder Wettkämpfe mitgelaufen bin und bitter bereuen mußte, in Turin nur Zuschauer zu sein. Das soll mir nicht noch einmal passieren.

Dass Arnd gut ist, weiß ich ja, denn wir trainieren hier in Oberhof zusammen und die Umsetzung der Leistung bei seinem ersten Weltcup-Einsatz freut mich ganz besonders. Es zeigt mir auch, daß meine Trainingsgruppe durch solche jungen Leute auch aufgewertet wird und davon profitieren wir alle.

zum Oberhofer Skitunnel:

Ich habe ihn mir noch nicht von innen angeschaut, aber von außen – da knickt ja schon was weg! Ich glaub, der ist schon wieder kaputt und das macht mir Sorgen (lacht). Ansonsten kenne ich Tunneltrainingslager aus Vuokatti und das war für mich in Ordnung. Natürlich muß man sehr vorsichtig sein, sich immer entsprechend an- und umziehen, bevor es raus- und reingeht. Aber dass wir dann hier einen eigenen Tunnel haben werden, stimmt mich schon optimistisch.

Michael RöschMichael Rösch:
zum derzeitigen Leistungsstand:

Mein Ziel war ja, in der Staffel wieder nach vorn zu kommen und den Abstand zu verringern, was mir auch gelungen ist. Nun bin ich gespannt auf den Sprint und hoffe, dass es ähnlich gut klappt. Ich versuche auch, mich noch besser beim Schießen zu konzentrieren, damit möglichst alle Treffer sitzen, aber es nützt gar nichts, wenn ich jetzt langsamer schieße, da passieren mir noch mehr Fehler. Es braucht jeder seinen Rhythmus.

zu Privatem:
Seit Weihnachten ist mein Haus fertig und ich muß schon zugeben, daß mir dadurch ein großer Stein vom Herzen gefallen ist, denn wie jeder andere Bauherr mußte ich mich ja auch um einiges selbst kümmern. So blieb manchmal der Kopf nicht ganz frei und dies schlug sich dann vielleicht im Sport nieder. Ich habe zwar selbst nicht viel gemacht, da ich handwerklich kaum begabt bin – ich hätte mich dabei wohl eher verletzt – aber trotzdem müssen Dinge abgesprochen werden, das nimmt einige Zeit in Anspruch. Jetzt ist alles fertig und darüber habe ich mich riesig gefreut.

Zur gleichen Zeit bin ich noch Onkel geworden und wenn man den kleinen Wurm dann auf den Armen hat, dann merkt man erst recht, daß es noch Anderes im Leben gibt und wird auf einmal unheimlich locker und befreit. Ich hoffe, daß ich diese positiven Energien nun auch in den Wettkämpfen umsetzen kann. Ich denke, ich bin auf einem guten Weg dahin.

zum Oberhofer Skitunnel:
(grinst – die Frage wird hier JEDEM gestellt!) Ich kenn bisher nur den Rennsteigtunnel – 2 Blitzer – ja der ist auch sehr schön! Da ich ab und an in Oberhof trainiere, denk ich schon, daß der Skitunnel für uns ein großer Vorteil sein kann. Wir müssen nicht mehr so weit reisen und hier in Oberhof habe ich sowieso die beste Trainingsgruppe und ich fahre nur 2 1/2 Stunden ab Altenberg.

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