Weiterhin unklare Finanzlage im Skiverband

Alfons HörmannTrotz der angekündigten öffentlichen Stellungnahme seitens des Deutschen Skiverbandes (DSV) konnte man sich in den vergangenen Tagen nicht mit RTL einigen. Alfons Hörmann bestätigte im Rahmen der Einkleidung des DSV in Ingolstadt, dass weiterhin versucht wird, das Problem der Übertragungsrechte so schnell wie möglich aus der Welt zu schaffen. Am frühen Morgen hatte man RTL noch einmal angeschrieben. "Sagt uns, ob ihr übertragen wollt oder nicht." – so beschreibt Hörmann kurz und prägnant den Inhalt des Schreibens – bisher hat sich jedoch nichts geklärt.

"Die Leidtragenden sind nicht die Spitzensportler – die sind abgesichert! Aber es sind die vielen hundert Nachwuchsläufer, die Kinder und Jugendlichen im DSV, die darunter leiden." Einen Rosenkrieg wolle der DSV-Präsident nicht, auch wenn er aus unternehmerischer Sicht verstünde, dass es RTL bei der ganzen Sache vor allem um die wirtschaftliche Seite geht. Doch seine Bitte an die Verantwortlichen im Privatsender blieb klar: Es nicht nur von der wirtschaftlichen Warte aus zu betrachten, sondern vor allem an die vielen Sportler zu denken.

Magdalena NeunerDie anwesenden Athleten zumindest dachten an ihre potentiellen Nachfolger. Felix Neureuther und Magdalena Neuner sprachen für die Spitzensportler: "Wir, die alles bekommen, können ein bissel zurückgeben. Jeder muss für sich schauen, was möglich ist, ob er auf Prämien verzichtet – da müssen wir zusammen halten", so die Aussage der Spitzenbiathletin.

Nun kommt alles darauf an, ob der Privatsender trotz seines Matching Offer Right dem Skiverband entgegenkommt. Hörmann: "Die Situation ist ernst, aber nicht hoffnungslos." Man hätte weiterhin einen Plan B in der Rückhand. Gleichzeitig weiß er jedoch: Stellt sich RTL vollkommen quer, so würde nicht einmal dieser Plan etwas nützen.

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