Alexander Tichonov

Verurteilung und Amnestie Tichonovs in einem Zug

Alexander TichonovDer russische Biathlon-Verbandspräsident Alexander Tichonow ist heute wegen der Beteiligung an dem Mordkomplott von 2000 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt wurden – soweit die erste Meldung des Gerichts in Novosibirsk. Doch noch im Gerichtssaal wurde der IBU-Vizepräsident und mehrmalige Weltmeister amnestiert.

Der Präsident des Russischen Olympischen Komitees, Leonid Tyagachev sagte dazu: "Ein Mensch, der sein ganzes Leben Russland gewidmet hat, darf einfach nicht schuldig sein. Wir haben dem Fall sehr viel Zeit gewidmet und eine große Anzahl Briefe an verschiedene Instanzen geschickt, um die Rolle und Bedeutung Tichonovs in der Geschichte des sowjetischen und modernen russischen Sports zu erklären. Ich glaube, das hat eine große Rolle gespielt."

Das Gericht hatte laut eigener Aussage eindeutige Beweise für eine Mitschuld Tichonovs an dem versuchten Mordanschlag auf Aman Tulijev, dem Gouverneur der Region Kemerov – daher auch die Verurteilung. Aufgrund des 2000 gefeierten 55. Jubiläums des Sieges im Zweiten Weltkrieg sei jedoch eine Amnestie ausgesprochen wurden.

"Man ist nur schuldig, wenn man verhaftet wird. Und Alexander Ivanovich ist frei! Ich erwarte ihn morgen früh in meinem Kabinett. Wir haben viel Arbeit vor uns und müssen die Olympischen Spiele in Sotschi würdig vorbereiten", so Tyagachevs Ausblick.

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