Damen Einzel Oestersund

Soukalova gewinnt Einzel in Östersund

Damen Einzel OestersundDie Absage des für gestern angesetzten Einzelrennens war die richtige Entscheidung. Nachdem gestern um 17.15 Uhr ein Schneesturm über das Stadion von Östersund hereinbrach und Böen von rund 75 km/Std. herrschten musste sogar der Flugbetrieb eingestellt werden. Die Sicherheit für die Starterinnen konnte nicht mehr gewährleistet werden. Und so startete der erste große Vergleich der weltbesten Biathletinnen heute um 13.15 Uhr. Die Techniker hatten viel zu tun und zu testen; die Strecke hatte sich durch den Neuschnee komplett verändert.

 

Gabriela Soukalova (CZ), die bereits am Sonntag mit der Mixed-Staffel gewonnen hatte, konnte heute mit einem Fehler im Stehend- und einem Fehler im Liegendschießen mit einem Vorsprung von 1,2 Sek. auf Anastasiya Kuzmina, SVK (2 Fehler) das erste Einzelrennen im Biathlon-Weltcup für sich entscheiden. Dritte wurde Marie Laure Brunet (FRA), die nur beim letzten Schießen eine Scheibe verfehlte und bis dahin läuferisch eigentlich gut dabei war. Für die letzte Runde hatte sie aber nicht mehr die nötigen Kraftreserven und verlor so deutlich auf Gabriela Soukalova, die für die letzte Runde, insbesondere den letzten Anstieg vor dem Ziel, genügend Körner aufgehoben hatte.

Andrea Henkel wurde mit drei Fehlern auf Platz 10 beste Deutsche. Auch für sie war mehr drin. Sie fühlte sich auf der Strecke heute nicht frisch genug und ihr Rückstand hat sich auf der Schlussrunde mehr als verdoppelt.

Für Tora Berger die im letzten Jahr das Einzel in Östersund für sich entscheiden konnte, lief es heute nicht wirklich rund. Sie hatte zwar die zweitschnellste Laufzeit, aber mit insgesamt 5 Fehlschüssen (Rückstand 2,33.0 Sek.) reichte es nur für Platz 23. Schnellste in der Spur war Darya Domracheva (BLR), aber mit 4 Fehlern belegte sie am Ende Rang 6.

Franziska Hildebrand (2 Fehler, Rückstand 1,39.8 Sek) wurde zweitbeste Deutsche und belegte Rang 13. Laura Dahlmeier, die mit Verkrampfungen in der Schienbeinmuskulatur zu kämpfen hatte, konnte dadurch ihr Leistungsvermögen in der Loipe nicht voll abrufen. Durch den harten, zusammengepressten Schnee und die spiegeligen Verhältnisse empfand sie die Spur besonders schwierig, wie sie im anschließenden ZDF-Interview sagte. Mit 1 Fehler und einem Rückstand 1.41.5 Sek. belegte sie Platz 14.

Evi Sachenbacher-Stehle, die gestern Geburtstag hatte, traf insgesamt 5 Scheiben nicht und kam mit der drittbesten Laufzeit auf Rang 25. Sie konnte ihre sehr guten Schießergebnisse aus dem Training im Rennen nicht umsetzen. Sie selbst sagt, dass sie sich insbesondere beim Stehendanschlag zu viele Gedanken macht, sie möchte genau und besonders gut schießen und verlangsamt dadurch die Abläufe. Sie hofft, dass es bald im Wettkampf genauso wie im Training funktioniert.

Die fünfte deutsche Starterin, die Weltcupdebütantin Franziska Preuß, reihte sich mit ebenfalls 5 Fehlschüssen auf Platz 44 ein. Beim letzten Stehendschießen konnte sie zeigen, zu welchem fehlerfreiem Schnellfeuer sie in der Lage ist. Miriam Gössner war noch nicht am Start.

Durch die Verlegung des Einzels der Damen bleibt bis zum morgigen Sprint wenig Zeit für Regeneration

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