(WM 07 Randnotizen) Bewaffnete Sportler vs. übereifrige Securities

Sobald man eine Antholz-Jacke anhat und als Ordner eingeteilt ist, scheint sich das Selbstwertgefühl erheblich zu steigern. So wurden schon einige Mannschaftsmitglieder durch die Gegend geschubst, nur weil sie nicht schnell genug die richtige Akkreditierung vorweisen konnten. Es ist ihr Job, ja, aber einige nehmen den scheinbar zu ernst. Gestern war einer der Journalisten verbotenerweise in einem Bereich, wo nur Fotografen hindurften. Statt ihn darauf hinzuweisen, packte ihn der Ordner sehr gewalttätig an. Das wiederum veranlasste den sonst so gelassenen Raphael Poiree, sich auch mit in das Gemenge zu stürzen, denn der Journalist hatte ihn gerade interviewt. Und nachdem bald die gesamte französische Mannschaft den gewalttätigen Ordner zurecht gewiesen hatte, sollte man denken, er wüsste es nun besser. Stattdessen gab es das gleiche Szenario nochmal bei Emil Hegle Svendsen, der es aber "gelassener" nahm und den Ordner gleich in eine andere Richtung schubste, damit der auf gar keine anderen Gedanken käme…

Einige Leute werden es wohl nie lernen. Aber die große Frage ist hier ja: Warum unfreundlich?

Wenn eine Horde bewaffneter Athleten um mich herum stünden, würde ich mir doch dreimal überlegen, was ich mache und sage.

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