Kati Wilhelm

(WC Ruhpolding 2009) Neuner, Wilhelm, Domracheva

Kati Wilhelm Lena, Du konntest eine Strafrunde kompensieren – ist Deine Laufleistung derzeit wieder auf der Höhe oder ist noch mehr drin, wie Uwe Müssiggang meinte?
Ich weiß, dass Uwe gesagt hat, ich würde meine Top-Laufform noch nicht erreicht haben, aber er steckt nicht in meinem Körper. Für mich war das heute Laufen auf höchstem Niveau, in der Staffel war es noch nicht so gut. Ich habe auf der letzten Runde wirklich hart gekämpft und  110% gegeben. Das kann ich nur wenn ich ganz fit bin. Ob da wirklich noch mehr geht, ist schwer zu sagen, aber wie es grad ist, damit kann ich zufrieden sein. (lacht) Wobei, ich habe natürlich auch kein Problem damit, wenn es nochmal besser wird.

Du startest am Sonntag in der Verfolgung gleichzeitig mit Kati. Ist das von Vorteil?
Es ist sicher kein Nachteil, wenn man vorn nicht allein läuft. So zu zweit kann man sicher vorn ein bissel zusammenarbeiten und etwas Vorsprung rausholen. Dennoch, im Endeffekt muss jeder sein eigenes Rennen machen.

Du hast beim Schießen Nerven bewiesen, was steckt da dahinter?
Ich verliere einfach nicht mehr so die Nerven wie früher, das bringt die Erfahrung mit sich. Es gibt aber sicher auch keinen Biathleten, der perfekt ist. Selbst „Biathlon-Gott" Ole Einar macht mal Fehler, wir sind ja schließlich auch keine Maschinen.

Kati, wenn Du nach Lena gelaufen wärst und die Zeiten bekommen hättest, wäre das Rennen dann anders ausgegangen?
Das kann man schwer sagen, denn jeder gibt alles auf der letzten Runde. Ich hatte auch so die Info und wusste dass es knapp werden würde, aber es ging einfach nicht mehr schneller. Ich habe mich auf all diesen kleinen Huckeln nicht so gut gefühlt und erst am Ende vorm Schießstandberg nochmal zweite Luft bekommen, aber da war es schon zu spät.

Vor dem Wettkampf ist Dir noch ein kleines Missgeschick passiert…
Das stimmt, ich habe mich im Training erstmal langgestreckt. Auf der gleichen Eisplatte, auf der Andrea dann im Wettkampf ausgerutscht ist. Ich kannte die Eisplatte zum Glück im Wettkampf schon und der Sturz im Training war nicht so schlimm.

Apropos Missgeschick: Darya, nach dem Oberhofer Massenstart-Debakel meldest Du Dich mit einem Podest-Platz zurück. Warst Du nach Oberhof heiß auf einen Erfolg?
Es heißt schließlich, wer ganz hoch will, muss erst mal fallen. Durch dieses Missgeschick in Oberhof wurde ich wirklich mobilisiert. Das war nicht nur für mich ein Schock, sondern auch für die Fans. Dadurch habe ich den Mut gefunden, nochmal richtig gut zu laufen.

Ruhpolding

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