Alexander Tichonov

Tichonov versucht die Wogen zu glätten

Alexander TichonovDer russische Biathlon-Verbandspräsident Alexander Tichonov scheint auf Friedenskurs zu liegen – ob und wie lange dieser Kurs anhält, werden die kommenden Tage und Wochen zeigen. Doch vorerst hat der RBU-Chef einen entscheidenden Schritt unternommen, um die Wogen zwischen Verband und Sportlern zu glätten – zumindest der Öffentlichkeit gegenüber.

Auf einer Pressekonferenz zeigte sich der IBU-Präsident ungewohnt gönnerhaft und milde, was vor allem an den angedrohten Sanktionen durch den Sportverband RossSport liegen könnte.

Zwar wetterte er weiterhin gegen seine "Feinde", fand jedoch vollstes Verständnis gegenüber der Situation der Damen-Mannschaft. "Ich habe das erste Rennen am 18. Februar 1958 gewonnen, das letzte am 20. Februar 1980 bestritten. Ich weiß, dass das kein leichtes Brot für die Sportler ist. Und meine Hauptaufgabe besteht darin, den Sportlern die bestmögliche Unterstützung zu verschaffen.", so die Aussage des Russen laut der Agentur "AllSport".

So hätte er den Athleten im letzten Jahr ungewöhnlich hohe Preisgelder für Erfolge im Weltcup oder bei der Weltmeisterschaft zugesagt, diese jedoch in Hinblick auf die kommende Saison wieder zurückgeschraubt – vor allem bei jenen Sportlern, die sich weigerten, einen Vertrag mit der RBU einzugehen. 

Bezug nehmend auf die Vorfälle der vergangenen Tage, bat Tichonov, dass die Trainer Selifonov und Garanin nicht zur Rechenschaft gezogen werden sollten, da sie auf seine Anweisung hin gehandelt hätten und er nun einmal ihr Vorgesetzter sei. "Die Sportler und Trainer, die das nicht wollten, hatten die Möglichkeit, das Abkommen mit der RBU nicht zu unterschreiben", so die Aussage Tichonovs.

Auf die Frage, warum es dennoch zu solch offensichtlichen Erpressungen seitens der Trainer gekommen sei, ging der Präsident nicht weiter ein.

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